Megs Kingdom

Nu ja, mein kleines Reich

Montag, 18. Juni 2007

Wellington

Letztes Wochenende ging’s nach Wellie – Die eigentliche Hauptstadt Neuseelands. Meine „Homie’s“, Trischa und ich sind mit dem Overlander, ein Zug der Wellington und Auckland verbindet, samstags los. Der Overlander gehört zu den Tranz-Scenic-Zügen, davon gibt’s drei hauptsächlich für Touris, mit großen Fenstern, damit man die Landschaft genießen kann. Und wenn ihr jetzt denkt, man sieht doch eh nur verschwommenes grün vorbeirauschen- falsch…der Overlander ist mehr ein modernes Ruckelzügchen, von Auckland bis Hamilton mit Diesel, ab da dann elektrisch, aber stets mit einer Geschwindigkeit, bei der sogar ich geschafft hab ein Bild zu machen…

Die Zugfahrt war also recht langsam aber schön. Grünbraunes Grass, Wälder, Kühe, Schafe, Hügel, Flüsse, Wasserfälle eben das volle Programm. Obwohl wir recht langsam unterwegs waren, war das Meiste schon vorbei, bis ich meine Kamera rausgefischt hatte und was auch immer fotografieren wollte, deswegen gibt’s nur ein paar recht uninteressante Aufnahmen. Im Tongariro National Park war da längers aufenthalt. Dies war meine zweite Chance Mount Ruhapehu zu sehn (In Taupo war’s ja recht mieses Wetter und man konnte die Berge auf der anderen Seite des Sees nur erahnen), aber obwohl es sehr kalt war, 2°C, war nix von nem Berg zu sehn, mal wieder :), Trischa meint sie verbringt die meiste Zeit damit mir zu sagen, da ist wirklich ein Berg anstatt dass ich die Dinger mal seh, und sie wird recht behalten… Also nix Berg, mehr Plateau mit Gestrüpp. Um auf das Plateau zu gelangen muss der Zug sich wie ein Korkenzieher hochwinden. Nach bitterkalten 45 min ging’s dann weiter nach Süden, leider bedeutet das hier, dass es kälter wird…wir umrundeten Mt Ruhapehu und Mt Tongariro und ich hab die Spitze von Mt Ruhapehu erhascht und ja den „Sockel“ mit ein bisschen Schnee. Über Palmerston North (die Windturbinenfelder sind für die Neuseeländer ein Spektakel)ging’s nun gen Paraparam(Paraparaumu in Maori) wo uns der Sohn meiner „Homie’s“ erwartet. Mittlerweile nährten wir uns der Küste und leider wurde es immer dunkler, nix mit wunderbaren Meeresszenarios wie’s in der Broschüre steht, eher wer sieht menschliche Zivilisation anhand der Lichter?.

In Paraparam wurden wir dann abgeholt, um Rugby anzugucken, den die All Blacks spielten heute gegen Les Bleus. Natürlich haben die Neuseeländer die Franzosen haushoch geschlagen, 61:4.

Sonntag

Heut war Wellington dran. Wir fuhren nach Wellington rein und haben da erstmal die Regierungsgebäude und The Beehive, ein Gebäude, das aussehen soll wie ein Bienenstock(…) angeschaut. Dann ging es entlang der Tour aus meinem Lonely Planet Führer die Hauptstraße lang, bissl Schaufenster bummeln, über die Waterfront zum Te Papa. Te Papa ist eine Art Museum mit lauter verschieden Kulturen Ausstellungen, Konzerten und Künstlerischen eben. Das Meiste ist sogar umsonst. Wenn man wollte könnte man dort Tage verbringen…Hier gibt’s sogar einen „Adults room“ wo die Eltern sich vor ihren Kinder verstecken können, wären ihr Klan sich in den vielen Möglichkeiten austoben.

Leider sind wir nur ein paar Stunden geblieben, aber war auch nicht so schlimm, da’s gleich weiter zu Wellington’s Zahnradbahn –„Cable Car“ ging. Das rote Wägelchen hat noch die original Holzsitze und ruckelt den Berg zum Botanischen Garten rauf. Oben angekommen gibt’s ne Plattform für Aussichten, leider sieht man heute nicht viel wegen dem nicht sonderlich schönen Wetter.

Der Botanische Garten ist ziemlich unspektakulär im Winter, aber es gab doch einige interessante Blümchen zu sehn während wir uns wieder auf den Weg bergab begeben haben.

Nach einer kleinen Ehrenrunde war’s auch schon wieder spät und es ging „heimwärts“ um Dinner zu kochen. Und gemütlich ein paar Filmchen anzuschaun.

Montag

Eigentlich hätt’ ich ja Schule, aber was wäre ein zwei-tages Ausflug nach Wellington?!

Nu ja es war aber auch nicht ganz Wellington heut, zuerst ging’s nach Masterton auf der anderen Seite der Berge rund um Wellington ca ne Stunde landeinwärts. Um dorthin zu kommen muss man natürlich eine enge Passtrasse erst raufkriechen und dann wieder runter, da jedoch die Leitplanken für unnötig gehalten werden, und links einfach nix mehr da ist für die nächsten hundert Meter, ist das Ganze doch ein kleiner Nervenkitzel.

In Masterton muss unser Gastgeber seinen Job machen und Anklager spielen, wir fahren währenddessen 30 km weiter zum Mt Bruce. Das einzige Problem, seit wir aus Wellington in das Hutt Tal reingefahren sind, schüttet’s. Weil wir aber nix anderes zu tun haben, wird trotzdem spaziert…und zwar durch Mt Bruce’s Vogelstation. Zuerst treff’ ich Bud einen übergewichtigen Takahe, eine etwas größere Ausgabe des Pukeko, beides die buntesten Vögel in Neuseeland, mit ihrem strahlenden blauen Gefieder und den orangen Beinen und Schnäbeln, die nicht „importiert“ wurden.

Als nächstes waren wieder mal die Kiwis dran, bei denen wird tagsüber Nacht simuliert und nachts Tag, weil die nachtaktiv sind. Leider sind diese Beiden hinter Glass, also nicht so hautnah wie in Rainbow Springs in Rotorua, aber trotzdem könnte man diesen Tieren ewig zuschaun.

Es regnet immer noch aber teilweise durch das Blätterdach des Busches geschützt, geht’s ein kleines Stückchen weiter und wir sehn noch ein „Stichbird“ und ein Kokako. Beides öhm Vögel eben :-P.

Langsam wird’s nass und wir müssen zurück um David abzuholen. Wird gemacht und auf dem Weg heim gibt’s was zu essen in Featherston und ein paar Antikläden werden abgeklappert…ich bin zum Schluß gekommen, das es wirklich sehr schwer sein muss was öhm für sich passendes zu finden…

Da wir jetzt wieder in Wellington waren und es nicht mehr geregnet hat sonder nur kalt und grau war und unser Flug erst in 2 Std ging, musste Mt Victoria noch erklommen werden. Leider war die Aussichtsplattform obendrauf gesperrt, aber im rauf und runter hat man schön viel gesehn, vor allem wie verrückte Leute ihre Häuser in einer Erdbebenzone an einem Steilhang baun…kiwis eben…

Am Flughafen wird noch die ein oder andere Postkarte bekritzlt und dann sind wir auch schon wieder daheim… ein wirklich schönes Wochenende

Haere ra!